Let´s play remember...

just me. mimi. playing remember.

permalink

40 Tage und 40 Nächte

“Als Fastenzeit wird im Christentum der Zeitraum der sieben Wochen vor Ostern bezeichnet. Sie erinnert an das 40-tägige Fasten Jesu Christi zur Vorbereitung seines öffentlichen Wirkens. Ihr Beginn, der Aschermittwoch, stellt zugleich das Ende des Karnevals bzw. Faschings dar.

Die im Christentum für Werktage gebotene Enthaltung von Fleischspeisen und von Tanzveranstaltungen wurde im 20. Jahrhundert merklich gelockert. Für das Volkstanzen wird sie jedoch weiterhin eingehalten.” wikipedia

So definiert unser beliebtes virtuelles Volkslexikon die Fastenzeit. Ob ich in den nächsten 40 Tagen verschiedene Volkstanzveranstaltungen besuchen werde oder doch dem usprünglichen Fasten nahe bleibe, das werden wir noch sehen. Ich für mich definiere die Fastenzeit da auch anders. Mir geht es darum mich ehrlich, offiziell und mit viel Eigenengagement zu besinnen und bewusst auf die Dinge zu verzichten, die mir schwer fallen oder die ich im Alltag gar nicht mehr wahrnehme, weil sie einfach immer da sind. Immer wieder muss ich an die Fastenzeit vor drei Jahren denken, in der ich das rauchen aufgab. Das war die schlimmste. Aber ich habe es durchgehalten und Ostersonntag mit stolzer Brust mein Nichtraucherdasein gefeiert. Okay, ein paar Monate später habe ich es dann wieder aufgegeben und befand mich schnell wieder unter den Rauchern und das obwohl die 40 Tage und die 40 Nächte doch so schwierig gewesen sind und ich trotzdem so brav verzichtete. Ich habe das rauchen dann später wieder aufgegeben. Ganz ohne Fastenzeit, sondern einfach weil es “klick” gemacht hat und bis heute nicht wieder “unklick”.

Es gibt noch viele andere Erfahrungen mit der Fastenzeit, aber dazu komme ich evt. später, aber wohl eher gar nicht. Jetzt geht es um dieses Jahr.

Da gibt es vier Vorsätze bzw. Ziele die ich angehe. Zum ersten werde ich Alkohol fasten. Es ist nicht unendlich schwer, aber trotzdem tut es nicht nur dem Körper gut, mal bewusst 40 Tage “Nein” zum Alk zu sagen, egal welcher Anlass da auch auftaucht.

Dann gibt es nichts Süßes. Da werd ich schon etwas nervös, wenn ich daran denke. Denn auch wenn ich in den letzten Monaten einen äußerst gesunden Lifestyle gepflegt habe und auch einige Kilos dabei verloren habe, ne Schoki hier und da oder ein Stück Kuchen zum Kaffee habe ich mir doch öfter rein geschaufelt, aus dem Grund, weil es einfach so geil ist. :) Ich liebe Süßigkeiten. Da werden wir mal besonders meine Stimmung an gewissen Tagen beobachten und einfach mal abwarten.

Da ich diesen Brauch mit Freundinnen von mir pflege machen wir auch gerne etwas “spirituelles”. Dieses Jahr haben wir uns da überlegt nicht zu gossipen oder schlecht über andere zu reden. So rein wie ich hier sitze, würde ich mal ganz schwer behaupten, dass ich nicht gerade viel gossipe, aber genau das ist ja das interessante an dem Experiment Fastenzeit, denn ich glaube dass ich in dieser Hinsicht noch keine Ahnung habe, was da auf mich zu kommt. Ich bin nicht gerade Gossip Girl, aber da gibt es schon so ein paar Leute zu denen mir nicht besonders viel positives einfällt und über die ich auch gerne mal ein zwei schlechte Worte bei Freunden hinterlasse. OVER! :)

So und nun kommen wir noch zu meiner wohl schwierigsten Aufgabe: Ab neun Uhr pm ist der Computer aus! Ja meine liebste Abendbeschäftigung, das Internetten, nonono, denn das ist eine Sache, welche mir wirklich auf den Keks geht. Kurz bevor ich die Augen schliesse wird noch gesurft, geyoutubed, etc. was das Zeug hält. Dabei stehen noch so viele ungelesene Bücher in meinem Bücherregal, die alle gelesen werden wollen. Da ich nicht gerade viel TV schaue sollen die jetzt auch mal tatsächlich gelesen werden.

Also auf in besinnende Zeiten, über den Sinn und Unn-Sinn der Fastenzeit wird dann später diskutiert, jetzt heisst es erst mal fasten was das Zeug halt. :)

Comments
blog comments powered by Disqus